2012 08 29 GT Ein Ehrenamtsbüro zur Koordination

Jossgründer Parlament verweist Entscheidung über bezahlte Kraft an Gemeindevorstand

JOSSGRUND (bis). Vom Projektbüro „Ideenschmiede" lag der Antrag in der jüngsten Jossgrunder Gemeindevertretersitzung vor, ein Ehrenamtsbüro einzurichten und mit mindestens einer bezahlten Kraft zu besetzen, die maßgeblich bei der „Ideenschmiede" mitwirken und ein Vorschlagsrecht in der Gemeindevertretung haben soll. „Weil die Finanzkraft der Gemeinde nicht ausreicht, müssen viele Aktivitäten ehrenamtlich erledigt werden. Um eine Zersplitterung der Aktivitäten und ein ineffektives oder sich gegenseitig blockierendes Arbeiten zu vermeiden, ist ein Ehrenamts-Koordinator erforderlich", heißt es in der Begründung. Diese Person könne Aktivitäten ins Leben rufen, laufende Tätigkeiten abstimmen, Hilfestellungen geben, die Vereine mit einbeziehen und Kontakte zu Amtsstellen erleichtern. Das Ehrenamtsbüro sei bedeutend preiswerter als eine Übernahme diese Aufgabe durch Firmen. Es könne die Ende 2012 auslaufenden Aktivitäten der „Ideenschmiede" kontinuierlich weiterlaufen lassen.

Der Vorschlag, eine weitere bezahlte Kraft einzustellen, stieß bei den Fraktionen nicht auf Zustimmung. Helmut Ruppel von der „Ideenschmiede" schlug vor, die Stelle eventuell durch eine ehrenamtliche Person des Bundesfreiwilligendienstes oder über die Ehrenamtsagentur des Main-Kinzig-Kreises zu besetzen.

Stefan Simon (CDU) fehlten in der Beschlussvorlage Angaben über Anforderungsprofil und Kosten, er regte an, das Thema in den Haupt-, Bau- und Finanzausschuss zu verweisen. Er vermisse bei der Arbeit der „Ideenschmiede" zudem das Engagement für den Erhalt der Schule. Harald Wolf sieht hingegen die Existenz der Grundschule in den nächsten zehn Jahren nicht in Gefahr, er regte an, das Personalthema in den Gemeindevorstand zu geben. Lothar Röder appellierte, nicht einer Sache hinterher zu rennen, die sowieso nicht zu retten sei, sondern sich stattdessen dafür einzusetzen, dass sich die Ganztagsschule auf dem Land ausbreite. „Das wäre vorwärts gedacht", so Röder. Hier seien Fachleute und Pädagogen gefragt, Vorschläge für ein Ganztagsprogramm zu unterbreiten. Einig waren sich die Gemeindevertreter, nach kurzer Diskussion, die Angelegenheit in den Gemeindevorstand zu verweisen.

Zuvor berichtete Helmut Ruppel über die wesentlichen Punkte der „Ideenschmiede" seit der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Vom Team „Familien/Kinder/Jugend" wurde der Vorschlag für ein Schulprojekt „Demografischer Wandel" mit der Schulleitung der Jossatal-Schule besprochen mit dem Ziel, Jugendliche aktiv in den Prozess einzubinden. Eine Entscheidung zur U3 - Betreuung sei noch offen. Das Team „Mobilität" habe ein Konzept für den Einsatz eines Gemeindebusses erstellt mit einem ehrenamtlich zu organisierenden Fahrdienst. Bei der Arbeitsgruppe „Senioren" stehe derzeit die Möblierung der „Gut Stub" im Fokus. Von den Gruppensprechern wurde der Vorschlag für eine Begrüßungsmappe für Neubürger an den Gemeindevorstand übergeben. Rainer Schreiber warb für die Teilnahme am Treffen der „Ideenschmiede" am 15. September in der sich jeder einen Überblick über deren Arbeit machen könne.

Artikel aus dem Gelnhäuser Tageblatt vom 29.8.2012 (Autorin Birgit Sinsel)

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